Rückblick auf abwechslungreiches Festwochenende

Bürgerfest mit Punsch und Schneegestöber

 

Das Jubiläumswochenende begann am Freitag, 1. April 2022 mit viel Schneegestöber und kalten Temperaturen beim Bürgerfest auf dem Platz „Neue Mitte“. An 17 Ständen gab es Informationen und Attraktionen für alle Altersgruppen.

 

Der Tag wurde kurzfristig unter das Motto gestellt "Humor ist, wenn man trotzdem lacht!!!"

 

Danke an die regionale Presse für die positive Berichterstattung. Klicken Sie nachfolgend:

 



Rückblick auf einen anspruchsvollen und kurzweiligen Festkommers

 

So fühlt sich Heimatliebe an

Rückblicke, Emotionen und Geschichten beim Festkommers zum 50-jährigen Jubiläum der Großgemeinde Künzell

Die Anspannung, aber auch die große Vorfreude, war bei allen Beteiligten zu spüren, als sich die rund 170 geladenen Gäste zum Festkommers am Samstag, 2. April 2022 im Gemeindezentrum einfanden. Mit festlich geschmücktem Saal und Bühne sowie ansprechender Musik von Saxophonist Jürgen Schmidt wurden die Gäste, unter ihnen Kommunalpolitiker, Ehrengäste, Künzeller Bürger und Zeitzeugen auf den Abend eingestimmt. Wohin man an diesem Abend auch schaute, überall sah man in glückliche und erwartungsfrohe Gesichter.

Johannes Groß, Vorsitzender der Gemeindevertretung, begrüßte zu Beginn die Gäste, unter ihnen auch Bundestagsabgeordneter Michael Brand, Landtagsabgeordnete Silvia Brünnel und Landrat Bernd Woide. „Die Gemeinde Künzell hat sich prächtig entwickelt“, sagte Groß. In den vergangenen 50 Jahren seien von den Mandatsträgern viele mutige und kluge Entscheidungen getroffen worden. „Wir können nun von den Früchten der Vergangenheit profitieren“, betonte der Vorsitzende.

 

Wie aus einer Zwangsehe eine Goldene Hochzeit wurde.

Als ersten Programmpunkt vermittelte Bürgermeister Timo Zentgraf einen umfangreichen und bestens recherchierten Rückblick in die Zeit vor der Gebietsreform und die entscheidenden Jahre während der Reform 1970 bis 1972. Zusammen mit einem Organisationsteam hatte sich Zentgraf durch das Gemeindearchiv gearbeitet und ist dabei tief in die Künzeller Geschichte eingetaucht. „Für die Großgemeinde Künzell war der Name „Florenberg“ vorgesehen“ erläutert der Bürgermeister und resultiert „Ich glaube, und berufe mich dabei auf viele Formulierungen aus den Unterlagen, die ich eingesehen habe: Wäre Edelzell zur Gemeinde hinzugekommen, hätten sich die Künzeller nicht mehr gegen den Namen Florenberg wehren können“.

Nach einem Rückblick auf die Lebensläufe der „Reform-Bürgermeister“ Hermann Heres und Alfons Schwab sowie deren Nachfolger Karlheinz Vogel hieß Moderatorin Sabine Räth dann die anschließenden Künzeller Bürgermeister a.D. Peter Meinecke und Ehrenbürgermeister Hermann Brück auf der Jubiläumsbühne willkommen.

 

Bauen, bauen, bauen…

Diese berichteten im Rahmen eines Interviews über Entwicklungsschritte nach der Gebietsreform. Ein Thema habe Brück während seiner Amtszeit und die Gemeinde besonders beschäftigt: Kindergärten. „Wir haben irgendwann beschlossen, dass jedes Kind in der Gemeinde einen Kindergartenplatz bekommt. Daran hält die Gemeinde bis heute fest“, so Brück. Ein Projekt, welchem sich Meinecke in seiner Amtszeit verschrieb, war die ´Neue Mitte´. „Gemeinsam mit den Investoren haben wir einen tollen Platz erschaffen, der nun vielseitig genutzt wird. Ich bin sehr stolz, dass ich die ‚Neue Mitte‘ in 2014 einweihen durfte“, betonte Meinecke und Brück endet mit dem Plädoyer „Die Egoismen müssen verdrängt werden und wir brauchen eine Region, die sich gegenseitig stärkt“, zum Zusammenleben der Kommunen im Kreis.

 

Bilder, Emotionen, Erinnerungen

Nach den Daten und Fakten war die Zeit für Emotionen gekommen. In einer 25-minütigen Fotoshow wurden gut 300 Fotos mit Highlights aus den letzten 50 Jahren gezeigt. Die Dokumentation lud die älteren Generationen zum Schwelgen in Erinnerungen ein, für die jüngeren Besucher zeigten sich die vorher gehörten Geschichten nun greifbarer. Bei einigen Fotos wurde geschmunzelt, andere Bilder weckten alte Emotionen. Untermalt wurde die Diashow mit Hits aus den jeweiligen Jahrzehnten.

 

Zeitzeugen berichten

Bereits Wochen und Monate vor dem Jubiläumsabend wurden Zeitzeugen aus allen Ortsteilen gesucht, die die Gebietsreform mitgestaltet und aktiv miterlebt haben. Zahlreiche Meldungen folgten und viele interessante Gespräche wurden im Vorfeld geführt, um die Geschichten und Anekdoten von damals aufzuarbeiten und niederzuschreiben. Nun galt die Jubiläumsbühne genau diesen Zeitzeugen.

Allen voran Thomas Grünkorn, Ortsvorsteher von Pilgerzell und Urgestein der Künzeller Kommunalpolitik, der die Stimmung nach der Gebietsreform zusammenfasste: „Kleinere Orte mussten ihre Straßennamen abgeben, das frustrierte. Hinzu kam die Postreform, wobei die Ortsteilnamen verschwanden, die Leute hatten das Gefühl, sie kommen in der neuen Gemeinde nicht richtig an und sind Bürger zweiten Grades.“

Josef Kremer und der „Rebell“ Norbert Maierhof aus Dietershausen erzählten von Interessensgemeinschaften und Unterschriftenaktionen, mit der sie verhindern wollten, künftig zu Weyhers zu gehören. Warum man zum Telefonieren zum Dassener Bürgermeister gehen musste, erzählte Helmut Vogler aus Dassen. Oskar Leitsch aus Wissels erinnerte sich, dass man einst zu Dipperz gehören sollte, da die Kinder dort in den Kindergarten gingen: „Als Dipperz gemerkt hat, dass wir da nicht hinwollen, haben sie uns die Kindergartengebühr hochgesetzt. Wir haben uns vergeblich beim Landrat beschwert, darum haben wir unsere Kinder dann aus dem Kindergarten rausgenommen.“

Margitta Möller und Karin Schultheis, damalige Angestellte im Rathaus, plauderten ebenso wie Eberhard Meffert und Herbert Ritz aus Engelhelms aus dem Nähkästchen. Bernhard Schickling und Walter Schreck aus Keulos berichteten darüber, dass man alles rausgeholt hat, was zu holen war.

 

Ende gut, alles gut

Die Zeitzeugen hatten viele Geschichten über die Gebietsreform parat und gaben einen Eindruck darüber, was sich durch die Reform für die Bürger der Ortschaften änderte. Die Bilanz war dabei durchaus positiv und die Bürger seien froh, dass sie zur Gemeinde Künzell gehören. Grünkorn fasste zusammen: „1972 war es eher eine Zwangsehe, aus heutiger Sicht eine Vernunftehe und in 50 Jahren wahrscheinlich eine Liebesheirat.“

 

Worte des Dankes

An diesem Abend wurden auch zwei Ehrungen durchgeführt (siehe separater Bericht). Ihnen folgten Grußworte von Bernd Woide, Michael Brand und Sylvia Brünnel. Das Warten auf die Eröffnung des Buffets verkürzte das Duo Christian Brandenstein und Aileen Krönung mit Gitarre und Gesang.

 

Live-Stream in die Wohnzimmer

Künzeller, die nicht persönlich anwesend waren und gerne an dem Abend teilnehmen wollten, konnten das mit viel technischem Aufwand vorbereitete Event live verfolgen. Es wurde vom Medienzentrum Fulda live gestreamt. Tatsächlich schalteten sich gut 100 Bürger*innen zu.

 

 

 

Tolle Berichte und großartige Fotos gibt es auch online:

Ein ganz herzliches Dankeschön für die Veröffentlichungen.

 

 


Lob und Dank von Michael Brand, MdB

Michael Brand, Wahlkreisabgeordneter für Fulda, Rhön und Vogelsberg, schrieb am 3. April 2022 auf seiner Facebook-Seite ein Dank und Lob für den Festkommers zum Künzeller Jubiläum:

Mein „Nabel der Welt“ ist der Florenberg. Rund um diese Wehrkirche hat sich in Kindertagen so ziemlich alles für mich abgespielt. Ein heiliger Ort. Der Florenberg ist die Seele der Großgemeinde Künzell, die vor 50 Jahren mit der Gebietsreform gegründet wurde. Kein Wunder, dass damals auch diskutiert wurde, den neuen Zusammenschluss GEMEINDE FLORENBERG zu nennen. Dazu kam es nicht.

Heute ist Künzell ein starker Motor für die gesamte Region Fulda, eine sympathische Gemeinde mit starken Ortsteilen, wo viel bewegt wird - wie in meinem Heimatort Engelhelms mit seinen Vereinen und Gemeinschaft.

Viele vertraute Gesichter gestern Abend beim Festakt im Gemeindezentrum. Richtig schön und herzlich war der Austausch mit zwei früheren CDU-Bürgermeistern, die für mich auch verlässliche Weggefährten in der Politik waren und sind - und die richtig viel bewegt haben für unser Künzell: Hermann Brück und Peter Meinecke. Die starke Entwicklung der Gemeinde ist über Jahrzehnte eng mit der CDU-Mehrheit verbunden.

Für mich war es gestern eine gute Gelegenheit, den tüchtigen Kommunalpolitikern, Ortsvorstehern, Ortsbeiräte + Gemeindevertretern der letzten 50 Jahre zu danken. Besonders habe ich an den langjährigen Engelhelmser Ortsvorsteher Kurt Hofmann erinnert, der mich vor vielen Jahren für die C-Partei motiviert hat. Er war immer da für die Anliegen der Bürger. Ein Typ und klasse Mensch, der leider zu früh gestorben ist.

Die beiden Ortsvorsteher Rainer Klüber und Holger Philipp, beide Aktivposten im CDU Gemeindeverband Künzell, wurden gestern für 25 ! Jahre Dienst und Tun für unsere Gemeinwesen geehrt. So fühlt sich Heimatliebe an.

Besonders schön waren auch die Zeitzeugen-Gespräche aus allen Ortsteilen mit vielen schönen Anekdoten und Erinnerungen. Richtig klasse.

Danke auch an Sabine Räth und Bürgermeister Timo Zentgraf für einen gelungenen Abend. Glückwunsch.

Alles Gute Gemeinde Künzell.


 


Enthüllung von Denkmälern im Grezzbachpark

 

Der Künzeller Grezzbachpark ist seit Sonntag, 3. April um einige Sehenswürdigkeiten reicher. Zum einen wurde ein Bronzemodell des alten Gutshofes am ursprünglichen Standort, am alten Ortsmittelpunkt, neben der Teichanlage feierlich enthüllt.

Direkt am 3D-Modell, das zum Entdecken, Fühlen und Erkunden einlädt, beginnt nun der neue „Mönch-Chindolf-Weg“. Diese Initiative wurde vom Heimatverein Künzell in die Wege geleitet und erinnert an Mönch Chindolf, der im 9. Jahrhundert eine „Celle“ am Grezzbachquell gründete. Nach ihm wurde dieses Gebiet Chindecella oder Kindecella benannt. Eine Schautafel erklärt den Zusammenhang zwischen dem Mönch und dem Namen Künzell. Als schönes Foto-Objekt ziert zudem eine lebensgroße Figur des Mönches nun den gleichnamigen Weg.

 


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